Biohaltung

 

In der Biohaltung ergeht es den Kühen und Kälbern meist nicht besser. Auch sie werden gezüchtet, um möglichst hohe Milchleistungen zu erbringen und ebenfalls nach wenigen Jahren, meist noch im Jugendalter, zum Schlachter gebracht. Viele „Biokühe“ verbringen ihr Leben mit Stricken oder Ketten angebunden im Stall. Auch Biokälber werden von ihren Müttern kurz nach der Geburt getrennt.

 

Und spätestens im Schlachthof endet das Bio-Dasein (1).

 

Bei dem Konsum von Biomilch bleibt das grundlegende Problem zudem weiter bestehen: Der Wert des Lebens der Tiere bemisst sich nur nach der ökonomischen Verwertbarkeit ihrer Körper. Die Gründe und die Form ihrer Existenz ergeben sich allein aus Funktion und Zweck für die Menschen. Ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit, ihre Bedürfnisse nach sozialen Bindungen und eigenständigen Mutter-Kind-Beziehungen, ohne Willkür und Gewalt der Menschen, werden weiterhin ignoriert. Das Verfügen über Lebewesen, seien es menschliche oder nichtmenschliche Tiere, deren Züchtung, Manipulation, Kontrolle und Nutzung sowie die Missachtung ihrer Interessen bleibt bestehen. Gefangenschaft und Tötung können niemals artgerecht sein.

 

 

 

 

 

1 Ein bekanntes und viel zitiertes Beispiel für das Leiden im Bio-Schlachthof (wie in jedem anderen) ist das Ergebnis einer Undercover-Recherche der Tierrechtsorganisation Peta von 2009, Link.

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